Bewertungsmodelle sind keine Wahrheitsmaschinen. Wer das versteht, arbeitet mit ihnen produktiver. Dieses Programm richtet sich an Analysten mit Berufserfahrung, die ihre Modellierungsfähigkeiten kritisch hinterfragen und erweitern wollen – nicht nur technisch, sondern auch im Hinblick auf Annahmen und deren Sensitivität.
Modelle und ihre Grenzen
DCF-Modelle stehen und fallen mit Wachstumsannahmen und dem Diskontierungssatz. Schon eine Veränderung des WACC um 0,8 Prozentpunkte kann den fairen Wert eines Unternehmens um 20 bis 30 Prozent verschieben. Solche Zusammenhänge werden hier nicht nur erklärt, sondern in Excel direkt erarbeitet – mit Sensitivitätsanalysen, Szenariomodellen und Monte-Carlo-Simulationen.
Ein eigener Block widmet sich der Comparable-Company-Analyse und Transaction Multiples. Wo liegen die Fallstricke bei der Peer-Group-Auswahl? Welche Multiplikatoren funktionieren in zinssensitiven Umfeldern schlechter? Das sind keine abstrakten Fragen – sie entscheiden über Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.
Ein Modell, das man nicht hinterfragen kann, ist ein Risiko – kein Werkzeug.Programmstruktur
Kursaufbau
Modul 1 – DCF-Modellierung von Grund auf
- Free Cashflow-Prognose: Treiber und Annahmen
- WACC-Berechnung in der Praxis
- Terminal Value: Gordon-Growth vs. Exit-Multiple
Modul 2 – Sensitivität und Szenariotechnik
- Einfache und mehrdimensionale Sensitivitätsanalysen
- Monte-Carlo-Simulation in Excel
- Interpretation von Bandbreiten statt Punktwerten
Modul 3 – Multiples-basierte Bewertung
- EV/EBITDA, EV/EBIT, KGV – Anwendung und Grenzen
- Peer-Group-Konstruktion und Normalisierung
- Transaction Multiples und Kontrollprämien
Modul 4 – LBO-Grundlagen
- Aufbau eines einfachen LBO-Modells
- Renditeberechnung für Eigenkapitalgeber
- Typische Strukturen bei Private-Equity-Transaktionen
Abschlussprojekt
Vollständige Bewertung eines realen Unternehmens mit Präsentation und Peer-Feedback.